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Autonomie und Organisation: Die sozialwissenschaftliche by Friedrich Schönweiss PDF

By Friedrich Schönweiss

ISBN-10: 332288676X

ISBN-13: 9783322886767

ISBN-10: 3531116959

ISBN-13: 9783531116952

DaB die organisierte Interaktion von Individuen zu Resulta ten fuhrt, die den von ihnen gebildeten Zusammenhang zu einer ihnen unvermittelt gegenubertretenden Instanz werden lassen, als deren bloBes personales Inventar sie zu fungie ren haben, scheint ein Automatismus zu sein, dem kaum eine konkrete agency sich zu entziehen vermag. So notwendig das organisationale Engagement fur das moderne Individuum auch sein magazine - seine gesellschaftliche Partizi pation setzt weitgehend Organisiertheit bereits voraus -, so unzureichend muBte deshalb eine Charakterisierung von employer en bleiben, die sich primar auf dieses funktio nale second kaprizierte. Wodurch allerdings dieser Umschlag bedingt ist, durch den sich der Organisationsbeitritt bei aller effektiven Entla stung doch eher als zusatzliche Hypothek fur die individuel le Lebensbewaltigung erweist und der guy sich dennoch - - nicht entziehen kann, ist ein challenge, das sich dem sozial wissenschaFtlichen ZugriFF noch weitgehend entziehen konn teo Deutlich wird dies spatestens zu dem Zeitpunkt, wo sich die Erwartung, bei der BeFassung mit Einzelorganisationen durch den Rekurs auF theoretische Vorarbeiten wesentlich entlastet zu werden, als allenFalls legitime phantasm erweist (1) Zwar hat sich mit der zero r nine ani sat ion s so z i zero log i e ein wissenschaFtlicher Teilbereich konstituiert, der schon im mer die BeF assung mit dem Autonomisierungsphanomen, al so jenen Tendenzen der Oligarchisierung, die in einer Ver selbstandigung von Entscheidungstragern gegenOber ihrer Klientel resultieren, als eines seiner wesentlichen Anlie gen versteht.

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Dr. Irmela Schneider ist z. Z. Professorin am Institut für Theater-, movie- und Fernsehwissenschaft an der Universität zu Köln.

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2. 1. Max WEBER: "Rationale HerrschaFt" und "Organisation" Max WEBER ist fur die in Rede stehende Forschungsrichtung eigentl ich in zweiFacher Hinsicht untypisch: Einerseits sind seine Analysen von "Organisation" nicht rein formal isierend, da sie stets unter dem inhaltl ichen Bezugspunkt von Herr- - 32 - schaft durchgefuhrt werden. Andererseits spricht WEBER terminologisch zumeist nur in einem eingeschrankten Sinne von "Organisation", namlich soweit damit die "Verteilung der Befehlsgewalten" (35) innerhalb eines Herrschaftssystems gemeint ist.

Die Akkumulation von EntscheidungsbeFugnissen ais Form technisch Funktionaler Arbeitsteilung, ist jedoch keineswegs unmittelbar zu identiFizieren mit der Ausschaltung von EinFIuf3- und Kontrollmaglichkeiten der "MitgliedschaFten"; eine solche Identitat besteht auch dann nicht, wenn organisationstechnische Einrichtungen Fur jene Ausschaltung in- strumentalisiert werden. Unbestreitbar verliert jede Organisation mit dem Wachstum ihrer AuFgaben - eine organisationale Notwendigkeit, die sich allein schon aus dem Anwachsen der organisationsrelevanten Umwelten ergibt -, mit der Zunahme ihres Verwaltungsstabes und dessen Verzweigungen an "Ubersichtlichkeit".

Obgleich sein wesentliches Anliegen gewesen ist, "uber die Bedingungen del'" Integration von Gesellschaft und Individuum Auskunft" zu geben (59), was - wie MUNCH angesichts grol3er Teite del'" PARSONS-Rezeption zu Recht moniert - haufig zu wenig berucksichtigt wird, konnen seine Losungsvorschlage fur dieses Problem nicht vollig uberzeugen: sie ziehen sich in aller Regel auf das Postulat erfolgreicher Integration zusammen, sofern ein Systemzusammenhang behauptet werden kann. Del'" Tautologieverdacht, dem sich diese systemtheoretische Losung aussetzt, lal3t sich - 45 - nicht darUber entscheidend entkrat'ten, dal3 die Systemintegration als Leistung und BedUrfnis des Individuums selbst postuliert wird, da die subjektive Seite lediglich als Spiegelbild des Systems gefal3t wird; die individuelle Bestimmtheit wird so nicht aus einer Bestimmung der Subjekte bezogen, sondern umgekehrt werden die SystembedUrfnisse zu subjektiven Qualitaten umformuHert.

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Autonomie und Organisation: Die sozialwissenschaftliche Mystifikation der Verselbständigung von Organisationen by Friedrich Schönweiss


by Brian
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